Rückblick auf Woche 2

Auweia. Ich habe mich letzte Woche definitiv nicht mit Intelligenz bekleckert. Frohen Mutes habe ich den ersten Rollfilm bei DM abgegeben, um ihn entwickeln zu lassen.
Zwei Tage später räume ich meine Tasche aus und stelle fest: Ich habe nicht den belichteten Film abgegeben, sondern den unbelichteten Rollfilm von Rollei. Nun ja, schade um das Geld. Abholen werde ich den entwickelten Film allerdings nicht.

In meiner Diana F+-Woche habe ich viel zu wenig Bilder gemacht. Nur am Donnerstag bin ich durch die Stadt gefahren, die Sonne schien und ich habe den Film verknipst, der bereits in der Kamera war.

Was war das denn jetzt für ein Film? In der Diana F+ war ein Negativfilm von Kodak, Iso 100. Ich habe damit 12 Fotos gemacht. Da ich mir dachte, dass die ISO nicht sehr hoch ist, habe ich fröhlich mit Mehrfachbelichtungen gespielt und hoffe auf spannende Ergebnisse.

diana-blendeWie war denn jetzt meine Woche mit der Diana? Richtig warm werde ich mit ihr nicht. Da sie nur aus Plastik besteht, wirkt sie mehr wie ein Spielzeug und nicht wie eine echte Kamera. Auch die Einstellungen zur Blende und Entfernung helfen nicht, sich damit auch nur annähernd seriös zu fühlen. Die Blende wird unten am Objektiv eingestellt. Man hat dort die Wahl zwischen „Sonne (f16)“, „Sonne und Wolken (f11)“, „Wolken (f8)“ und „P(inhole)“. Pinhole habe ich allerdings nicht getestet. Dafür muss man nur das Objektiv abnehmen und kann somit direkt belichten.

Wenn man sich die Zubehörmöglichkeiten der Diana F+-Familie ansieht, wird schnell klar, warum sie dann doch irgendwie interessant ist. Lomography bietet diverse Kits, Edititionen und sonstige Spielereien für die Dianas an. Das meiste davon nutze ich aber nicht. Ich habe den zugehörigen Blitz inklusive Blitzfolien und auch den Splitzer zuhause. Mit dem Splitzer ist es möglich nur Teile des Bildes zu belichten, um dann spannendere Doppelbelichtungen zu fotografieren.

Spannend finde ich die Aufsätze für weitere Filmformate, wie das 35mm-Back. Nicht nur kann man dann einfach das Kleinbild verwenden, sondern man hat einen Sprocket-Effekt, da die Löcher mit belichtet werden. Neben dem Filmformat ist auch das Objektiv austauschbar. So kann sich jeder die Diana so gestalten, wie er sich wohlfühlt.

Für Reisen ist die Diana sicher ein toller Begleiter. Man hat Zeit zu experimentieren und sie wiegt so gut wie nichts, so dass sie das Gepäck nicht noch mehr belastet. Das Aufziehen des Films ist jedoch mit dem Rad etwas mühselig und dauert mal etwa 3x so lang, wie dann das Bild zu machen. Zudem ist die Kamera dabei so unendlich laut, dass sie Passanten im Umkreis von 10 Metern umdrehen und sich fragen, was man da treibt.

Ich bin sehr gespannt, ob meine Bilder aus der zweiten Woche annähernd so spannend werden wie meine ersten Bilder mit der Diana. Denn eines ist die Kamera in keinem Fall: Zuverlässig. Vielleicht ist das nur bei mir so, aber aufgrund der Einfachheit der Konstruktion und der diversen Möglichkeiten zu Belichten kann einfach eine Menge daneben gehen.

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