Die ersten Ergebnisse sind da

Hurra, hurra, die ersten zwei Filme habe ich am Wochenende abholen können. Somit kann ich euch spannende Einblicke in die Ergebnisse von Woche 1 und Woche 2 versprechen.

Ich habe die Filme bei Rossman abgegeben und Abzüge im Format 9×13 ausgewöhlt. Interessanterweise sah sich das Labor jedoch nicht in der Lage beide Rollfilme im gleichen Format zur Verfügung zu stellen. Der Kodak Porta 400, den ich in der Diana F+ verwendet habe wurde mir daher im Format 10×15 entwickelt. Preislich hat die Entwicklung für den Film aus der Zeiss Ikon 4,53 € und für die Diana F+ 3,16 € gekostet. Da wirkt sich dann die Unterscheidung von Schwarz weiß zu bunt wohl doch preislich aus.

Im Beitragsbild sieht man schon ein wenig der Ergebnisse und ohne spoilern zu wollen, kann ich euch schon mal mitteilen: Meine Ergebnisse der Zeiss Ikon Ikonta sind leider komplett enttäuschend. Ich hoffe in dieser Woche einige Negative mit dem Lomoscanner digitalisieren zu können, um sie euch, bestückt mit Erläuterungen präsentieren zu können. Heute gebe ich den Pocektfilm aus der Agfamatic 4008 ab und bin da sehr gespannt, was ich da „fabriziert“ habe.

Rückblick auf Woche 2

Auweia. Ich habe mich letzte Woche definitiv nicht mit Intelligenz bekleckert. Frohen Mutes habe ich den ersten Rollfilm bei DM abgegeben, um ihn entwickeln zu lassen.
Zwei Tage später räume ich meine Tasche aus und stelle fest: Ich habe nicht den belichteten Film abgegeben, sondern den unbelichteten Rollfilm von Rollei. Nun ja, schade um das Geld. Abholen werde ich den entwickelten Film allerdings nicht.

In meiner Diana F+-Woche habe ich viel zu wenig Bilder gemacht. Nur am Donnerstag bin ich durch die Stadt gefahren, die Sonne schien und ich habe den Film verknipst, der bereits in der Kamera war.

Was war das denn jetzt für ein Film? In der Diana F+ war ein Negativfilm von Kodak, Iso 100. Ich habe damit 12 Fotos gemacht. Da ich mir dachte, dass die ISO nicht sehr hoch ist, habe ich fröhlich mit Mehrfachbelichtungen gespielt und hoffe auf spannende Ergebnisse.

diana-blendeWie war denn jetzt meine Woche mit der Diana? Richtig warm werde ich mit ihr nicht. Da sie nur aus Plastik besteht, wirkt sie mehr wie ein Spielzeug und nicht wie eine echte Kamera. Auch die Einstellungen zur Blende und Entfernung helfen nicht, sich damit auch nur annähernd seriös zu fühlen. Die Blende wird unten am Objektiv eingestellt. Man hat dort die Wahl zwischen „Sonne (f16)“, „Sonne und Wolken (f11)“, „Wolken (f8)“ und „P(inhole)“. Pinhole habe ich allerdings nicht getestet. Dafür muss man nur das Objektiv abnehmen und kann somit direkt belichten.

Wenn man sich die Zubehörmöglichkeiten der Diana F+-Familie ansieht, wird schnell klar, warum sie dann doch irgendwie interessant ist. Lomography bietet diverse Kits, Edititionen und sonstige Spielereien für die Dianas an. Das meiste davon nutze ich aber nicht. Ich habe den zugehörigen Blitz inklusive Blitzfolien und auch den Splitzer zuhause. Mit dem Splitzer ist es möglich nur Teile des Bildes zu belichten, um dann spannendere Doppelbelichtungen zu fotografieren.

Spannend finde ich die Aufsätze für weitere Filmformate, wie das 35mm-Back. Nicht nur kann man dann einfach das Kleinbild verwenden, sondern man hat einen Sprocket-Effekt, da die Löcher mit belichtet werden. Neben dem Filmformat ist auch das Objektiv austauschbar. So kann sich jeder die Diana so gestalten, wie er sich wohlfühlt.

Für Reisen ist die Diana sicher ein toller Begleiter. Man hat Zeit zu experimentieren und sie wiegt so gut wie nichts, so dass sie das Gepäck nicht noch mehr belastet. Das Aufziehen des Films ist jedoch mit dem Rad etwas mühselig und dauert mal etwa 3x so lang, wie dann das Bild zu machen. Zudem ist die Kamera dabei so unendlich laut, dass sie Passanten im Umkreis von 10 Metern umdrehen und sich fragen, was man da treibt.

Ich bin sehr gespannt, ob meine Bilder aus der zweiten Woche annähernd so spannend werden wie meine ersten Bilder mit der Diana. Denn eines ist die Kamera in keinem Fall: Zuverlässig. Vielleicht ist das nur bei mir so, aber aufgrund der Einfachheit der Konstruktion und der diversen Möglichkeiten zu Belichten kann einfach eine Menge daneben gehen.

Woche 2: Diana F+ Mr. Pink-Edition

Wer mich kennt, weiß, warum ausgerechnet diese Kamera in meinem Besitz ist. Sie ist pink. Also richtig pink, nicht rosa oder violett, sondern knalliges Pink. Als ich die Kamera etwa in 2010 kaufte, gehörte ich nicht so zu den Menschen, die farbenfroh hervorstachen. Doch mit der Kamera änderte sich das. Heute habe ich ziemlich viele pinke Sachen, trage viele bunte und auffällige Accessoires und die Diana fällt bei mir schon gar nicht mehr auf.

Die Diana F+ war meine erste analoge Kamera. Ich wurde bei einem Barcamp mit dem Lomography-Fieber angesteckt, dass dann in der Sammelleidenschaft ausartete, die diesem Projekt zugrunde liegt.

Auch bei dieser Kamera handelt es sich um eine Mittelformat-Kamera. Auf der Rückseite sieht man de Filmnummern. Dabei kann man selbst wählen, ob man 12 oder 16 Aufnahmen macht. Es gibt eine entsprechende Maske, die vor dem Film eingelegt wird, um die Größe der Bilder einzustellen.

diana-f-back.jpgSchon in der zweiten Woche des Projekts muss ich ein „Blind“-Experiment machen. Denn es war bereits ein Film in der Kamera. Nun weiß ich auch nicht, ob ich eine Maske für 16 Aufnahmen drin hab, oder nicht. Naja, wenn es hart auf hart kommt, ergibt das bestimmt tolle Effekte.

Heute scheint auch zum ersten Mal seit Tagen wieder die Sonne, also bin ich direkt auf die Büroterasse gestürmt und habe los geknipst. Was mir bei der Diana ständig passiert: Mehrfach-Belichtungen. Bis zur Vierfachbelichtung habe ich es in früheren Touren schon geschafft.

Die Diana habe ich eine Zeit lang oft verwendet. Doch als ich begann mir Gedanken über die Bilder zu machen, wurden diese immer schlechter und waren nicht mal mehr als „Kunst“ zu gebrauchen, sondern nur als Müllunterlage. Mal sehen, wie es jetzt klappt, nachdem ich sie einige Jahre in Ruhe gelassen habe.

Meine besten Bilder zur Diana findet man übrigens auch in meinem Lomo-Home!